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Wen bezeichnet der Vater als "Volk Israel"

Wen bezeichnet der Vater als "Volk Israel"

Der Bibelkundige kennt die Erzählung im Alten Testament, derzufolge Jakob während einer schwierigen Lebenslage in der Nacht mit einem "Manne" rang, bis die Morgenröte anbrach. "Der Mann" konnte ihn nicht überwältigen und sagte schließlich: "Du sollst nicht mehr Jakob heißen, sondern Israel, denn du hast mit Gott und mit Menschen gekämpft und bist oblegen."
Und Gott erneuerte gegenüber Jakob Sein Versprechen: "Dein Same soll werden wie der Staub auf Erden, und du sollst ausgebreitet werden gegen Abend, Morgen, Mitternacht und Mittag; und durch dich und deinen Samen sollen alle Geschlechter auf Erden gesegnet werden," — Israel ist
ein geistiger Name und bedeutet "stark". Es sollte eine starke, geistige Gemeinschaft werden, die das ganze Volk umfasst, ein zahlreiches, starkes Volk Israel.
Und Gott gab dem Volk das Verheißene Land, um darin in Frieden leben und die geistige Verbindung mit Ihm vertiefen zu können. Jedoch war daran die
Bedingung geknüpft, gemäß des mit Gott geschlossenen Paktes, dass es die wahre Verehrung des einzigen Gottes und die Wahrheit Seiner Lehre allen Völkern der Erde kundtun, also ein Priestervolk sein sollte.

Das Alte Testament berichtet anschaulich über die Entwicklung des Volkes Israel im Laufe der Jahrhunderte. Bald wurde innerhalb desselben eine Spaltung sichtbar: auf der einen Seite das kleine Häuflein, das wir das Geistige Israel nennen wollen, weil es den geistigen Kontakt mit Gott aufrechterhielt und aus deren Mitte die weisen Führer des Volkes und die großen Propheten hervorgingen.

Auf der anderen Seite die Mehrheit, die wir als das materialistische Israel bezeichnen wollen, weil es die göttlichen Segnungen an großer Klugheit, Beharrlichkeit und Tatkraft ausschließlich dazu verwendete, um Macht und Reichtum zu erlangen. Dieser Ungehorsam gegenüber dem mit Gott geschlossenen Bund brachte dem Volk Israel oft schwere Prüfungen ein, die es selbst verschuldete, denn ihr Reichtum, ihre Macht und ihr Stolz forderten die Nachbarstaaten geradezu heraus, gegen sie zu kriegen. In der Drangsal und Not schrie das Volk zu seinem Gott, doch die Reue währte nur so lange, bis es wieder Freiheit erlangte und zu Reichtum gekommen war.

Während der vielen Prüfungen lebte die Minderheit des geistigen Israel unbeachtet, doch voller Glauben und Hoffnung auf den Messias. Deshalb konnte Er in ihrer Mitte in Jesus Mensch werden, um nochmals Sein Volk auf seine geistige Mission unter den Völkern aufmerksam zu machen und dafür vorzubereiten.

Das geistige Israel folgte Ihm nach und war glücklich, Sein Wort zu hören. Die Mehrheit, das materialistische Israel, nahm kaum Kenntnis vom Ihm, und die offizielle Kirche lehnte Ihn entschieden ab. Sie erwartete einen starken Mann, einen mächtigen Krieger, der die Herrschaft der Römer brechen sollte, um ein irdisches, glanzvolles und unbesiegbares Israel aufzurichten. Doch der Messias war demütig und bekundete:

"Mein Reich ist nicht von dieser Welt." Da war die Enttäuschung so groß, dass sie Ihn als Aufwiegler und Gotteslästerer verurteilten und Ihn kreuzigen ließen.
— Damit war ein Ereignis von ungeheurer Bedeutung eingetreten: die sichtbare Trennung zwischen dem geistigen und materialistischen Israel.

Das Geistige Israel versammelte sich um die Apostel, und in der kleinen Schar reifte bald die Erkenntnis, die der Apostel Petrus in die Worte fasste:

"Nun erfahre ich mit der Wahrheit, dass Gott die Person nicht ansieht, sondern in allerlei Volk, wer Ihn fürchtet und recht tut, der ist Ihm angenehm." — Also nicht nur die Juden gehören zum Geistigen Israel, sondern aus allen Religionen und Nationen diejenigen, die den Worten Christi glauben und danach handeln; denn es ist eine geistige Gemeinschaft und deshalb nicht an Nationen gebunden.

Das materialistische Israel in seinem fanatischen Bestreben, die römische Herrschaft abzuschütteln, erlitt eine schwere kriegerische Niederlage, und nach der Zerstörung von Jerusalem im Jahre 70 n Chr. hörte es auf, eine Nation zu sein, und die Juden wurden über die ganze Welt zerstreut. Ein schreckliches Gericht, das sich das materialistische Israel verursachte durch seinen Ungehorsam gegenüber den göttlichen Gesetzen und durch die Ablehnung des
Messias.

Unerbittlich erfüllte sich Jesu Prophezeiung beim Anblick des prächtigen Tempels in Jerusalem: "Wahrlich, Ich sage euch, es wird hier nicht ein Stein auf dem anderen bleiben, der nicht zerbrochen werde." Und weiter: "Jerusalem, Jerusalem, die du tötest die Propheten und steinigst, die zu dir gesandt sind; wie oft habe Ich deine Kinder versammeln wollen, wie eine Henne versammelt ihre Küchlein unter ihre Flügel, und ihr habt nicht gewollt!

Siehe, euer Haus soll euch wüst gelassen werden." — Im Laufe der folgenden Jahrhunderte war es überall eine nicht gerne gesehene Minderheit, die Unterdrückung, Demütigung und Nöte erleiden musste.
Doch nun, beinahe 2000 Jahre nach jenen schrecklichen Ereignissen und der daraus hervorgegangenen sichtbaren Trennung zwischen dem geistigen und dem materialistischen Israel, vollzieht sich wieder ein Wandel von ungeahnter Bedeutung. Das Geistige Israel, das als kaum beachtete Minderheit unter den Völkern der Erde ein schwaches, wenig einflussreiches Häuflein war, wird wachgerüttelt und gesammelt.

Christus in Seiner geistigen Wiederkunft spricht zum "Israel nach dem Geiste". Er vereinigt nun alle "zerstreuten Stämme Israels", um seinen Geist zuzurüsten und es in den Kampf zu senden, bis es die Rettung und Vergeistigung des Menschengeschlechts erreicht hat. Die Unterweisungen hierzu sind
die neuen Offenbarungen Christi, die in den 12 Bänden "Buch des
Wahren Lebens" gesammelt sind.

Auf der anderen Seite haben wir das materialistische Israel. Lange und leidvoll ist seine Pilgerschaft gewesen, seit es aus seinem Schoße Jenen verstieß, Der ihm Sein Reich als ein neues Erbe anbot. Doch die Zeiten schwerster Unterdrückung sind vorbei; es ist reich geworden, und mit dem Geld übt es großen Einfluss aus. Es ist stark und stolz geworden, und der nationalistische Zweig hat sich wieder als Nation niedergelassen, die alten religiösen Überlieferungen sind erwacht.

Es glaubt die Gesetze Jehovas und Moses zu erfüllen, aber in Wirklichkeit betet es noch immer das goldene Kalb an. Es ist weit davon entfernt, seine geistige Mission zu begreifen und auszuführen. Dies darf nicht als einseitiger Vorwurf gegen die Juden oder die israelitische Nation gewertet werden; alle Nationen der Erde — vielleicht kleine Minderheiten ausgenommen — sind vermaterialisiert und "tanzen um das goldene Kalb." — Wenn in dieser Erläuterung das materialistische Israel besonders erwähnt wird, so deshalb, weil diese Abhandlung sich mit dem geistigen und materialistischen Israel befasst und feststellt, dass letzteres die ihm von Gott bestimmte Aufgabe, das Priestervolk unter den Völkern der Erde zu sein, nicht — noch nicht — erfüllt.

Unwillkürlich fragen wir uns: wie wird es weitergehen? — Wir dürfen nicht vergessen, dass Gott dem Volk Israel große Verheißungen gegeben hat, und Er wird diese niemals brechen. Doch dabei müssen wir uns ebenfalls bewusst sein, dass die Segensverheißungen, die Gott dem Jakob bezüglich seines Samens gab, den Geist betreffen, so wie schon der spätere Name Jakobs, nämlich Israel, ein geistiger Name ist. Es ist ein Irrtum, zu glauben, dass die Verheißungen sich auf die Materie, d. h. auf den Volksstamm oder auf den heutigen Staat Israel beziehen. Wenn dem so wäre, dann würden in ihm noch immer Propheten und Sendboten Gottes aufstehen. — Aber die Zeit wird kommen, in der das jetzt noch materialistische Israel sich mit dem geistigen Israel vereinigen wird und beide wieder eine Einheit bilden werden, das eine Volk Israel.

Doch wann wird dies geschehen? — Wenn das materialistische Israel dem Geld, der Macht und dem Stolz entsagt und die neuen Offenbarungen des Herrn anerkennt — was wahrscheinlich erst nach einer nochmaligen allerschwersten Heimsuchung möglich sein wird — und mit Tränen des Schmerzens ausruft: Jesus war der Messias, und Christus ist auch für uns "der Weg, die Wahrheit und das Leben".

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Dies ist die "Dritte Zeit", in der Ich euch die Lektion gelehrt habe, die die Menschheit geistig vereinen soll. Denn es ist mein Wille, dass die Sprachen, die Rassen, die verschiedenen Ideologien kein Hindernis mehr sein sollen für ihre Vereinigung.

Die geistige Essenz, aus der Ich einen Geist schuf, ist dieselbe, die alle besitzen, und die Substanzen, aus denen das Blut zusammengesetzt ist, das durch die
Adern der Menschen fließt, sind die gleichen bei allen. Daher sind alle gleich und meiner würdig, und für alle bin Ich aufs neue gekommen.

Die Veränderungen, die das menschliche Leben erfährt, werden so groß sein, dass es euch vorkommen wird, als ob eine Welt zu Ende ginge und eine andere geboren würde.

Das Dritte Testament

Ich habe keine bestimmte oder begrenzte Stätte, an der Ich im Unendlichen wohne, denn meine Gegenwart ist in allem, was existiert, sowohl im Göttlichen, als auch im Geistigen oder im Materiellen.
Ihr könnt von Mir nicht sagen, in welcher Richtung mein Reich liegt; und wenn ihr euren Blick zu den Höhen erhebt und er gen Himmel gerichtet ist, so tut dies nur als etwas symbolisches. Denn euer Planet dreht sich unaufhörlich und bietet euch mit jeder Bewegung neue Himmelsabschnitte und neue Höhen dar.

Mit all dem will Ich euch sage, dass es zwischen euch und Mir keine Entfernung gibt und dass das einzige, was euch von Mir trennt, eure unerlaubten Werke sind, die ihr zwischen mein vollkommenes Gesetz und euren Geist stellt.

Das Dritte Testament

Ich segne jene, die beten. Je spiritueller ihr Gebet ist, desto größer ist der Friede, den Ich sie fühlen lasse.
Dies könnt ihr euch leicht erklären; denn wer, um zu beten, darauf angewiesen ist, vor Bildnissen oder Gegenständen niederzuknien, um die Gegenwart des Göttlichen zu fühlen, wird nicht die geistige Empfindung der Gegenwart des Vaters in seinem Herzen erfahren können.

Das Dritte Testament