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Die sieben Siegel

Die sieben Siegel

Das Erste Siegel: Das Opfer

Hierzu sagt uns der Herr in Seinem neuen Wort: "Die erste dieser geistigen Entwicklungsetappen in der Welt wird durch Abel versinnbildlicht, den ersten Diener des Vaters, der Gott sein Sühneopfer darbrachte. Er ist das Symbol des Opfers. Der Neid erhob sich gegen ihn."
Aus dem 1. Buch Mose, Kapitel 4, wissen wir, dass Kain und Abel Gott ihr Brandopfer darbrachten. Das von Abel sah Gott gnädig an, denn es wurde mit unschuldigem und reinem Herzen gegeben. Aber das von Kain wies Gott zurück, weil Kain nicht reinen Herzens war. Dies ergrimmt Kain sehr, und aus Neid und Hass tötete er seinen Bruder Abel.
Der tiefe Sinn dieser biblischen Erzählung liegt jedoch darin, dass Abel — außer seinem materiellen Brandopfer — Gott auch das geistige Opfer seiner irdischmenschlichen Leidenschaften gebracht hatte. Darum war sein Herz unschuldig und rein. Diese Läuterung seines Wesens ist somit das eigentliche Symbol des Opfers.

Zusammenfassend können wir sagen: das Erste Siegel bedeutet, dass wir unsere sündigen Leidenschaften opfern sollen, dass der Geist die Materie beherrscht und wir dadurch erreichen, dass wir die geistige Verbindung mit unserem Himmlischen Vater erlangen.

Das Zweite Siegel: Der Glaube

Es ist symbolisiert durch Noah. Die Menschen beherzigten nicht die Lehre des Ersten Siegels, sondern in Missbrauch ihres freien Willens ließen sie sich von den bösen Leidenschaften des Materialismus beherrschen.

ln 1. Mose 6, 3 ff lesen wir: "Da sprach der Herr: die Menschen wollen sich von meinem Geist nicht mehr strafen lassen; denn sie sind Fleisch. Ich will ihnen noch Frist geben hundert und zwanzig Jahre. . . Da aber der Herr sah, dass der Menschen Bosheit groß war auf Erden und alles Dichten und Trachten ihres Herzens nur böse war immerdar.. . sprach er: Ich will die Menschen, die ich geschaffen habe, vertilgen von der Erde. . .
Aber Noah fand Gnade vor dem Herrn. . . Noah war ein frommer Mann und ohne Tadel und führte ein göttliches Leben zu seinen Zeiten. . . "

Die Menschen verachteten Gottes Warnung und glaubten nicht der ihnen gesetzten Frist für ihre Besserung. Nur einer glaubte:
Noah. Ihn erkor der Herr zu Seinem Werkzeug, um nach der Sintflut mit einer neuen Menschheit nochmals zu beginnen. — Es bedurfte eines starken Glaubens, um alle Anordnungen Gottes auszuführen, die auch damals ganz außergewöhnlich waren und über die deshalb die Menschen lachten.
Aber Noah vertraute Seinem Gott und handelte, wie ihm befohlen war. Der Glaube war für Noah nicht nur wörtlich, sondern auch geistig die rettende Arche, und bis heute ist der Glaube für jeden Gläubigen eine rettende Macht.

Auch ist es kein Zufall, dass Abraham, der andere große Glaubensheld, gerade in der Zeit des Zweiten Siegels lebte.

Das Dritte Siegel: Die geistige Stärke

Es ist symbolisiert durch Jakob. Gott gab Jakob den geistigen Namen "Israel", was "stark' bedeutet. Jakob oder Israel begegnete in seinem Leben vielen Widerwärtigkeiten und Gefahren — mit denen Gott ihn prüfte — die er aber überwinden konnte durch die geistige Kraft, die in ihm war. Er wurde für die Menschen zum Symbol der geistigen Stärke, die wir erlangen müssen, um mit Geduld und Ergebung die Prüfungen ertragen zu können, die Gott uns sendet. Dank der erwähnten geistigen Eigenschaft erkor ihn Gott zum Stammvater des Volkes Israel, indem aus seinen 12 Söhnen die 12 Stämme hervorgingen. Auch konnte Jehova durch ihn eine große geistige Offenbarung kundtun.
Aus dem Alten Testament kennen wir die Erzählung, die unter der Bezeichnung "Himmelsleiter" bekannt ist.
Jakob sah in einem Traum eine Leiter, die auf der Erde stand und bis in den Himmel ragte, und die Engel Gottes stiegen daran auf und nieder. Am oberen Ende der Leiter stand der Herr. In symbolhafter Bildsprache zeigte Gott damit die Entwicklung des Geistes. Unser Geist muss reifer und reiner werden, um Stufe um Stufe aufzusteigen. Dabei können wir ermessen, dass es unserem Geist in einem einzigen Menschenleben, sozusagen auf den ersten Anhieb, nicht möglich ist, die Reinheit zu erlangen, die notwendig ist, die Leiter emporzusteigen, bis wir bei Gott sind.
Es bedarf vieler Anläufe, vieler Inkanationen, um jedes Mal einige Stufen höher zu kommen, entsprechend der Reife, die unser Geist erlangt hat. Dabei ermahnt uns der Herr, auf der Leiter nicht stehen zu bleiben, d. h. in unserer geistigen Entwicklung ständig fortzuschreiten, da wir sonst die nach uns Kommenden in ihrer geistigen Entwicklung behindern.
— Die auf der Leiter niedersteigenden Engel Gottes sind die fortgeschrittenen Lichtgeister, die der Herr herabsendet, um den aufsteigenden behilflich zu sein. Auch hier kommt wieder zum Ausdruck, dass Gott uns auf dem Heimweg zu Ihm nicht allein lässt, sondern uns Seine Hilfe anbietet.
Der Weg, um die Eigenschaft des Dritten Siegels zu erreichen, ist die Beachtung der Lehren der beiden vorhergehenden: erst durch die Opferung der niederen Leidenschaften und durch unverrückbaren Glauben kann Gott den in uns lebenden Geistfunken zu einer großen Stärke werden lassen.

Das Vierte Siegel Das Gesetz

Es ist symbolisiert durch Mose. Ihn hat Gott auserlesen, um das Volk Israel aus der ägyptischen Knechtschaft zu befreien, und durch ihn hat Er dem Volk die Zehn Gebote gegeben und viele Anordnungen, die den Menschen Gottes Willen kundtaten. Die Zehn Gebote wurden zur Grundlage aller  menschlichen Gesetze, und wenn sie treu befolgt worden wären, hätte die Menschheit den guten Weg eingeschlagen: den der wahren Gottesverehrung, der Gerechtigkeit, der Ordnung und der Achtung des Nächsten.
Aber die Nichtbeachtung des göttlichen Gesetzes, d. h. der Ungehorsam der Menschen gegenüber Gottes Willen, hat die Menschheit an den Rand des Abgrunds gebracht.

Das Fünfte Siegel: Die Liebe

Es wird vertreten durch Jesus. In Ihm wurde Gott Mensch aus Liebe zu uns. Sein Leben war ein vollkommenes Vorbild und Seine Lehre eine einzige Verherrlichung der Liebe, die ihre höchste Erfüllung fand, als Er für uns Sein Leben gab. Darum konnte Er Seine Unterweisungen zusammenfassen in die Worte: "Ein neu Gebot gebe ich euch, dass ihr euch untereinander liebet, wie Ich euch geliebt habe, auf dass auch ihr einander liebhabt" (Joh. 13, 34).
Und in der Tat, in diesem Neugebot der Liebe ist das gesamte Gesetz enthalten. Seine Befolgung bis zur letzten Konsequenz wird das geistige Gottesreich auf diese Erde bringen. Im Jenseits ist dies schon der Fall, weil die Liebe Voraussetzung und Grundlage des Geistigen Reiches ist.

Das Sechste Siegel: Die Weisheit

Das Sechste Siegel ist — als Auftakt und Vorbereitungsstufe der Dritten Zeit — durch Elias versinnbildlicht, den Propheten und großen Streiter im Alten Testament, der nach Beendigung seiner Mission in einem "Feurigen Wagen" gen Himmel fuhr. Mit dieser bildhaften Darstellung wird uns gezeigt, dass der Geist Elias' der lichtvolle Kämpfer Gottes ist. Dieser cherubinische Geist war nach dem Zeugnis Jesu auch in Johannes dem Täufer inkarniert (Matth. 11, 7-14), der die Herzen vorbereitete, damit Jesus Seine Lehre in sie legen konnte.

Er ebnete auch in unserer Zeit die Wege des Herrn bei Dessen geistiger Wiederkunft und vermittelt als machtvoller Engelsfürst allen Geistern und Welten das Licht des Heiligen Geistes, der Göttlichen Weisheit, das dem geöffneten Sechsten Siegel oder Kapitel des Lebensbuches entströmt, dessen Lehren und Offenbarungen der Herr Selbst bis zum Jahre 1950 durch auserwählte Werkzeuge kundtat.

Doch damit war die Zeit des Sechsten Siegels nicht beendet. Das Licht des Sechsten Siegels bestrahlt weiterhin die Menschheit, bis diese die Offenbarungen Christi in Seiner Wiederkunft anerkannt und sich vergeistigt hat.
Die zur gleichen Zeit eintretenden Heimsuchungen werden diese Entwicklung unterstützen, damit die Geister die Wahrheit und Weisheit Gottes empfangen können.

Auf diese Weise wird die Menschheit für das Siebte Siegel vorbereitet.


Das Siebte Siegel: Die Vollendung

Mit dem Siebten Siegel wird das Werk der Erlösung vollendet, so wie am siebten Tag — bildhaft gesprochen — die Schöpfung beendet war. Der Geist hat den langen und leidvollen Weg zurückgelegt und steht wieder mit seinem Vater in engster Verbindung von Geist zu Geist. Der ungehorsame Sohn kehrt heim ins Vaterhaus, er hat sich selbst und die Welt überwunden. — Das Symbol des Siebten Siegels ist der Himmlische Vater Selbst, der das endlich erreichte Ziel dieses schweren Entwicklungs- und Läuterungsweges der Geister sein wird. Noch ist das Siebte Siegel nicht geöffnet. Vielleicht ist es dem einen oder andern Geist jetzt schon vergönnt, dank seiner geistigen Reife eine kleine Vorahnung von dem zu erleben, was das Siebte Siegel bringen wird.

Doch für das gesamte Israel und für die Menschheit werden noch Generationen kommen und gehen müssen, werden noch viele Jahre der Prüfungen hereinbrechen, werden noch viele Tränen die Herzen läutern müssen, bis für alle die größte Zeit gekommen sein wird: die Zeit der beständigen Gemeinschaft mit dem Vater.

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Dies ist die "Dritte Zeit", in der Ich euch die Lektion gelehrt habe, die die Menschheit geistig vereinen soll. Denn es ist mein Wille, dass die Sprachen, die Rassen, die verschiedenen Ideologien kein Hindernis mehr sein sollen für ihre Vereinigung.

Die geistige Essenz, aus der Ich einen Geist schuf, ist dieselbe, die alle besitzen, und die Substanzen, aus denen das Blut zusammengesetzt ist, das durch die
Adern der Menschen fließt, sind die gleichen bei allen. Daher sind alle gleich und meiner würdig, und für alle bin Ich aufs neue gekommen.

Die Veränderungen, die das menschliche Leben erfährt, werden so groß sein, dass es euch vorkommen wird, als ob eine Welt zu Ende ginge und eine andere geboren würde.

Das Dritte Testament

Ich habe keine bestimmte oder begrenzte Stätte, an der Ich im Unendlichen wohne, denn meine Gegenwart ist in allem, was existiert, sowohl im Göttlichen, als auch im Geistigen oder im Materiellen.
Ihr könnt von Mir nicht sagen, in welcher Richtung mein Reich liegt; und wenn ihr euren Blick zu den Höhen erhebt und er gen Himmel gerichtet ist, so tut dies nur als etwas symbolisches. Denn euer Planet dreht sich unaufhörlich und bietet euch mit jeder Bewegung neue Himmelsabschnitte und neue Höhen dar.

Mit all dem will Ich euch sage, dass es zwischen euch und Mir keine Entfernung gibt und dass das einzige, was euch von Mir trennt, eure unerlaubten Werke sind, die ihr zwischen mein vollkommenes Gesetz und euren Geist stellt.

Das Dritte Testament

Ich segne jene, die beten. Je spiritueller ihr Gebet ist, desto größer ist der Friede, den Ich sie fühlen lasse.
Dies könnt ihr euch leicht erklären; denn wer, um zu beten, darauf angewiesen ist, vor Bildnissen oder Gegenständen niederzuknien, um die Gegenwart des Göttlichen zu fühlen, wird nicht die geistige Empfindung der Gegenwart des Vaters in seinem Herzen erfahren können.

Das Dritte Testament