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Das Menschenleben im Lichte der Liebesgebote! von Jakob Lorber

Vom Leben mit und ohne Gott!

Der Herr: „Dem Menschen tut nur eine Sorge not, und diese besteht darin, Gott, den heiligen Vater, zu suchen allzeit, nicht nur in der Not, sondern auch auf den liebegerechten Wegen! Und wer da Ihn als das allerhöchste Gut gefunden hat, der soll Ihm nicht sobald wieder den Rücken zukehren, sondern bei Ihm verbleiben, — sonst wird er allzeit seiner Ohnmacht gewahr werden schon auf dem halben Rückwege und erst durch bittere Erfahrungen erkennen müssen, wie gar nichts er ohne Mich vermag!“

Der Herr zu dem eigenwilligen Adam: „Wenn jemand Meinen Namen ruft, hat aber seinen Rücken Mir zugewendet, wahrlich, der wird nicht erhört so lange, bis er nicht Herz und Angesicht zu Mir gewendet hat! Doch merket euch: Es wird aber eine solche Umkehr allzeit auf eine heiße Probe gestellt werden, und
es wird sich dann erst zeigen, wieviel des Ernstes im Herzen waltet; — denn da wird die Welt gewaltig toben um dich —‚ und es wird kein anderes Wort erhört denn allein das des Herzens. Verstehe es wohl und kehre Mir nimmer den Rücken, sondern laß dich überallhin von Mir geleiten und führen!“

Der Herr zu den Urvätern der Höhe: „Saget nicht untereinander: ‚Dieser Fleck Erde gehört mir, und dieser Baum ist mein Eigentum, und mit meinem Leibe kann ich tun nach meinem Behagen!‘; denn das wird euch von Meiner Liebe stets mehr und mehr abziehen, und ihr werdet dadurch zu Knechten der Welt und somit auch des Todes! Und dann werdet ihr euch schwer, langwierig und äußerst mühsam wieder von der Welt losreißen können und wird dereinst viel Feuer über euch kommen, um euch loszuschmelzen von den ehernen Banden.

Der Erzengel Zuriel: „Unser Leben ist Gottes Leben, wir mögen leben, wann und wo wir wollen, — sobald wir den Grund des Lebens erschauen und
begreifen, wenn wir unser Herz nach Gott gewendet haben, so leben wir schon ein vollkommenes Leben, ob noch im fleischlichen Leibe oder im reinen Geiste, da ist kein Unterschied!“

Der erleuchtete Essäeroberste Roklus auf die Frage eines Griechen, was man tun solle, um die Hilfe Gottes zu erlangen: „Da heißt es, zuvor an diesen Gott
lebendig im Herzen glauben, Seine Gebote unter allen Umständen halten, Ihn dann über alles lieben und seine Mitmenschen wie sich selbst! Wer das nicht tut, den erhört Gott nicht! Ich und meine Brüder aber tun das und haben auch die untrüglichsten Beweise, daß unser allein wahrer Gott allzeit gerne unsere Bitten erhört, vorausgesetzt, daß wir Ihn nicht um Törichtes bitten. Darum wendet euch im Herzen gläubigst an unseren Gott wie an einen allerbesten Vater!“

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185. — Die beiden ersten Arten der Läuterungsfeuer

1. Darauf erhob sich der Wirt, der Vater des Kado, und sagte: „O Herr und Meister, wie wird es denn in jener Zeit aussehen, von der Du gesagt hast, daß in ihr die Menschen vor Deiner abermaligen Ankunft durchs Feuer würden geläutert werden, und was für ein Feuer wird das wohl sein?“

Jakob Lorber

[GS.02_076,01] Wir brauchen aber nun nicht weiter zu verfolgen, was diese Kinder hier noch von ihren Lehrern über den Herrn empfangen; denn die Epoche oder den Zustand, in dem sie den Herrn wie völlig verloren haben, haben sie überstanden, und somit auch den ersten Lehrsaal, deren es in dieser Abteilung, wie ihr schon früher gesehen habt, zwölf gibt. –
Es wäre zu langwierig, in all den folgenden Lehrsälen den fortschreitenden Unterricht mit diesen Kindern mitzumachen. Damit ihr aber doch wisset, was in diesen Sälen gelehrt wird und auf welche Weise, so sage ich euch, daß ihr das schon aus der ersten Tafel in der Mitte des ersten Lehrsaales habt entnehmen können, um was es sich in diesem großen Lehrgebäude handelt – um nichts anderes als um die zehn Gebote Mosis und endlich um die zwei Gebote der Liebe.

Jakob Lorber

[GS.02_075,01] Nun sehet, soeben kommen auch die anderen suchenden Kinder herein. Aus ihren Gesichtern läßt sich klar entnehmen, daß sie weder auf die eine noch auf die andere Art Den gefunden haben, den zu suchen sie ausgegangen sind. Sie nähern sich darum zum zweiten Male, ganz schüchtern, ihrem Lehrer, und der Lehrer fragt sie: Nun, meine lieben Kinder, wie sieht es denn aus mit dem Suchen unter den Bäumen oder auf dem Söller oder auf den Galerien oder mit dem Suchen desjenigen Teiles aus euch, die sich vorgenommen haben, den Herrn im Wohnstübchen zu suchen? Wie ich sehe, so zucket ihr alle mit den Achseln; habt ihr denn den guten lieben Vater, den einigen Gott aller Himmel und aller Welten noch nicht gefunden und gesehen? – Wie ist nun euer Glaube bestellt? Habt ihr noch Zweifel über das Dasein Gottes?

Jakob Lorber